Côtes d’Azur – Provence – Südfrankreich: Sa 28. September – So 6. Oktober









Fotos: Josef Schönauer.
Auf den Spuren spiritueller Wurzeln
bei Marc Chagall, Maria Magdalena, Antoine de Saint-Exupéry, Honoratus, Maria Salome, Sara, Vincent van Gogh, Martha und auf Jakobswegen
Ausschreibung der einzelnen Tage
In Südfrankreich gibt es viele besondere Orte, die mit der christlichen Geschichte verbunden sind und bei uns im nördlichen Europa wenig oder gar nicht bekannt sind. Die «etwas andere Pilgerreise» mit dem Bus führt zu vielen dieser Orte.Täglich ist eine kleine Wanderung von ca. 1 – 2 Stunden vorgesehen. Die Übernachtungsorte sind so gewählt, dass an den freien Abenden individuelle Erkundungen möglich sind. Wir gehen davon aus, dass sich die meisten Teilnehmenden ein Zimmer mit Einzelbetten teilen. Die Reise hat einen Pilgercharakter. Die Tage beinhalten spirituelle Impulse, ein gemeinsames Mittags-Picknick und Erfahrungsaustausch. Wir haben Tische und Bänke dabei.
Die Anreise ab St. Gallen führt direkt nach Nizza. Wir besuchen das Musée nationale Marc Chagall mit grossformatigen Original-Bildern biblischer Motive. Einige davon sind im katholischen Kirchengesangbuch der Schweiz abgedruckt. Wir verbringen zwei Nächte in Nizza. Die lebendigen Altstadtgassen und die unvergleichliche Engelsbucht mit der Promenade des Anglais lassen niemanden kühl.
Die Reise geht weiter nach Cannes, wo wir ein Schiff zur Insel St. Honorat besteigen. Die Insel trägt den Namen des hl. Honoratus. Er gründete dort ein Kloster, das auch vom hl. Patrick aus Irland besucht wurde. Seine Ausbildung genoss Honorat bei den Wüstenvätern und -Müttern in Aegypten. Eine gewisse Zeit lebte er als Eremit in den Bergen nahe von Agay in einer Grotte.
Entlang der prächtigen Mittelmeer-Küste mit unzähligen Felsbuchten führt uns die berühmte Strasse Corniche d’Or nach Agay. In Agay erhebt sich im Rücken des Dorfes die majestätisch imposante rote Felsformation des Massif d’Esterels. Dort lebte wie schon erwähnt im 4. Jahrhundert der Eremit Honoratus. Wir besuchen seine Grotte hoch oben auf einem Berg.
In Agay lebte einst die Schwester vom Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry. Bei seinen Besuchen schrieb er dort und verheiratete sich in der Kirche von Agay mit Consuelo Suncin.
Wer weiss, ob es zu einem erfrischenden Bad in der Bucht von Agay reicht?
Ein Höhepunkt unserer Pilgerreise ist der Besuch der Grotte der hl. Maria Magdalena nahe von St. Maximin-St.Baume. In dieser Grotte soll die Jüngerin Jesu nach der Legende 30 Jahre als Eremitin gelebt haben. Vielleicht reicht es, am anderen Tag den Sonnenaufgang bei der Kapelle St. Pilon hoch über der Grotte zu erleben. Um den ruhigen Ort und die besonders kräftige Landschaft auf uns wirken zu lassen, übernachten wir wenn möglich zwei Mal in der Hostellerie des Dominikanerklosters.
Ein Ausflug führt uns nach Marseille, wo wir die Kirche Notre-Dame-de-la-Garde hoch oben über den Klippen zu Fuss erreichen. Die Kathedrale und das ehemalige Kloster St. Victor besuchen wir am Nachmittag. Übernachtung nochmals in der Hostellerie St. Baume.
Anderntags reisen wir auf den Spuren der Fahrenden, die sich jedes Jahr im Mai und Oktober in les Saintes-Maries-de-la-Mer aus ganz Europa einfinden. Wir hören die Geschichte von Maria Salome, der Mutter des Pilgerheiligen Jakobus und der schwarzen Sara. Weiter führt die Reise nach Arles, dem Startpunkt der Via Tolosana. Der antike Friedhof Les Alyscamps und die Altstadt berichten auf ihre Weise von uralter Zeit. Auch treffen wir auf Spuren des Malers Vincent van Gogh. Die Nacht verbringen wir in Arles.
Am nächsten Tag heisst es, sich vom Süden langsam zu verabschieden. Wir besuchen die Wallfahrtskirche der hl. Martha in Tarascon. Dieser Ort zwischen Arles und Avignon gelegen war früher bei Pilgerinnen und Pilgern auf dem Weg nach Santiago sehr beliebt.
Das Rhonetal hinauf führt die Reise nach Annecy, wo wir ein letztes Mal als Pilgergruppe übernachten. In Genf feiern wir im Temple de la Madeleine den Abschluss in einem einfachen Gottesdienst. Das letzte Mittagessen nehmen wir im Selbstbedienungsrestaurant vom Château de Bossey mit Sicht auf den Genfersee, einem Weiterbildungs-Institut des ökumenischen Weltkirchenrates, ein.
Angefüllt von zahlreichen Eindrücken und bereichert durch die Lebensgeschichten von Frauen und Männern, die uns vorangegegangen sind, werden wir am Sonntagabend in St. Gallen eintreffen.
Diese etwas andere Pilgerreise organisieren und begleiten Elisabeth Koller und Josef Schönauer zusammen mit dem Reisebüro Kultour.




