Angekommene in Santiago notiert nach Jahren und Monaten
ab 01. Januar 2005 bis und mit 31. März 2026
Statistische Schaubilder zum Jakobsweg



Herkunftsländer, Motivation, Alters- u. Geschlechtsverteilung aller Angekommenen in Santiago im Jahr 2025
Verteilung der Nationen 2025

Korea steht mit 7481 Pilgernden an 14. Stelle, Österreich mit 2535 Pilgernden an 24. Stelle, die Schweiz mit 2051 Pilgernden an 26. Stelle.
Verteilung nach Motivation

Altersverteilung

Frauen – Männer Anteil

Anteil der verschiedenen Wege durch Spanien

Quelle: Pilgerbüro Santiago de Compostela – Schaubilder kopiert oder bearbeitet von Josef Schönauer, pilgern.ch
Beobachtungen zum Jahr 2025
Wie voraussehbar wurde im Jahr 2025 die Marke von einer halben Million Angekommener überschritten. Das Total für 2025 beträgt 530’919 Angekommene in Santiago. Die Steigerung gegenüber 2024 beträgt 6 %.
Als stärkster Monat hat sich wie in den Vorjahren der September etabliert, gefolgt von Mai, August, Juni und Juli. Dass im Juli trotz – oder vielleicht wegen – des Jakobustages weniger gepilgert wird als in den anderen Sommermonaten ist interessant. Es entspricht meiner Erfahrung auf der Gruppenpilgerreise im Juli dieses Jahres. Einige Herbergen zwischen Villafranca-del-Bierzo und Santiago waren im Juli geschlossen wegen zu wenig Pilgeraufkommen.
Abnahme um 12 % auf dem Camino Francés mit mehr als 100 km
Der Startpunkt Saint-Jean-Pied-de-Port für den Camino Francés wurde von 30’345 Leuten gewählt, was einer Abnahme gegenüber dem Vorjahr von 7% entspricht. Ab Burgos oder Astorga beträgt die Abnahme gegenüber 2024 rund 12 %.
Zunahme auf den kurzen Strecken von 100 km um 7 % sowie dem Camino Portugues bis 20 %
Der Startpunkt Sarria wurde von 162’036 Leuten gewählt, was einer Zunahme von 7,3 % gegenüber 2024 entspricht.
Den Camino Portugues ab Tui gingen 41’646 Leute, was einer Zunahme von 13,74 % entspricht.
Der Camino Portugues Costa hat eine Steigerung um 19,74 % erfahren.
Compostela neu auch für Pilgerwege innerhalb ganz Spanien erhältlich
Die neue Regelung für den Erhalt der Compostela würde dieser Beobachtung entgegenkommen. Seit 01.01.25 können nicht nur die letzten 100 km vor Santiago, sondern andere Strecken auf einem der offiziellen Jakobswege in Spanien mit 100 km ausgewiesen werden. Ausserhalb von Spanien können zusätzlich 30 km vorgewiesen werden – resp. 70 km müssen innerhalb Spanien gepilgert werden. Ganze Information hier.
Weitere Beobachtungen
In der Rangliste der Nationen bleibt Amerika nach Spanien an zweiter Stelle vor Italien und Deutschland.
Die Anzahl der Pilgernden aus Deutschland hat gegenüber dem Vorjahr um 3 % abgenommen.
Der portugiesische Weg hat weiter an Beliebtheit zugenommen. Die Zahlen steigen dort sehr stark an. Der Küstenweg hat eine Steigerung von 20 % erfahren. Der Camino Inglés ab Ferrol um 8 %.
Ab Saint-Jean-Pied-de-Port oder von weiter her starten vergleichsweise wenige Pilgerinnen und Pilger. Pilgernde aus der Schweiz bevorzugen eher längere Wege.
Das bedeutet, dass es auf dem Camino Francés bis Sarria – für die letzten 100 km vor Santiago – ruhig zu und her geht.
Die Zahlen auf dem Camino del Norte sind gleich geblieben.
Tendenz: die kurzen Wegstrecken nehmen weiter zu, die längeren Wege nehmen ab.
Die Altersverteilung blieb die letzten Jahre praktisch konstant gleich.
Ebenso gleich blieb die Verteilung der Motivation zum Pilgern. Die religiöse Motivation steht mit 44 % an erster Stelle.
Seit ein paar Jahren sind jedes Jahr etwas mehr Frauen als Männer unterwegs. (54 % zu 46 %)
Rangliste der Angekommenen nach Nationen im Jahr 2022 und 2023

(Quelle und Kopie: Pilgerbüro Santiago)

(Quelle und Kopie: Pilgerbüro Santiago)
Auffallend 2023: Die Pilgernden aus Amerika haben Italien und Deutschland zahlenmässig überholt.
Verteilung Männer und Frauen im Jahr 2022 und 2023

(Quelle und Kopie: Pilgerbüro Santiago)

(Quelle und Kopie: Pilgerbüro Santiago)
Bis zum 2018 war die Verteilung immer praktisch 1:1, resp. 50% zu 50%. Seit 2021 sind es zunehmend etwas mehr Frauen als Männer.
Altersverteilung im Jahr 2022 und 2023

(Quelle und Kopie: Pilgerbüro Santiago)

(Quelle und Kopie: Pilgerbüro Santiago)
fast punktgenau gleiche Verteilung
Gesamt-Statistiken aus dem Pilgerbüro von Santiago der Jahre 2004 bis aktuell
Das Pilgerbüro in Santiago gibt für jedes Jahr einen Gesamtüberblick über die ankommenden Pilgerinnen und Pilger heraus. Definiert sind die Regionen von Spanien, die internationalen Länder, Geschlecht, Alter, Motive zum Pilgern und die Startorte.
Die Dokumente sind nachfolgend den Jahreszahlen hinterlegt:
2004 – 2005 – 2006 – 2007 – 2008 – 2009 – 2010 – 2011 – 2012 – 2013 – 2014 – 2015 – 2016 – 2017 – 2018 – 2019 – 2020 – 2021 – 2022 (Seit 2022 gibt es kein pdf-Dokument mehr. Die Jahre können im Statistikprogramm angewählt werden.)
Vorsicht bei der Interpretation der Zahlen zum Jakobsweg
Es ist wichtig zu wissen, dass dies Gesamt-Zahlen von Ankommenden in Santiago wenig bis nichts aussagen über die Häufigkeit von Pilgernden auf den ganzen Strecken quer durch Spanien, insbesondere dem Camino Francés.
Noch weniger sagen die Zahlen etwas aus über die Anzahl von Pilgerinnen und Pilgern, die in anderen Ländern wie Frankreich, Deutschland oder der Schweiz unterwegs sind. So sind z.B. im Jahr 2023 von den rund 446’000 Angekommenen 116 Pilgerinnen und Pilger in der Schweiz gestartet.
Neue Regelung zum Erhalt der Compostela ab 01.01.2025
Zur Erlangung der Compostela, dem Dokument, das die Ankunft in Santiago bestätigt, mussten früher nur die letzten 100 km vor Santiago zu Fuss oder 200 km per Fahrrand vorgewiesen werden. Deshalb nehmen noch immer viele nur die letzten 100 km unter die Füsse.
Seit 01.01.2025 gilt eine neue Regelung zur Erlangung der Compostela. Diese Regelung ist noch unbekannt. Ich habe sie hier ab der Webseite des Pilgerbüros übersetzt: https://www.pilgerpass.ch/regeln/. Kurz zusammengefasst: es können neu auch 100 km auf einem der offiziellen Wege Spaniens irgendwo per zwei Stempel dokumentiert werden. Z.B. ab Pamplona oder ab Burgos…
2023 sind fast 1/3 aller Pilgernden ab Sarria, rund 100 km vor Santiago, gestartet. Zusammen mit den Startenden ab Valença do Minho, Ferrol und Tui sind es rund 46 % der Gesamtzahl, also fast die Hälfte aller Angekommenen. Ab Saint-Jean-Pied-de-Port starteten 7,46 %.
Diese Überlegungen werden in den meisten Medien wie Internetforen und Zeitungsberichten nicht berücksichtigt. Es werden nur die Gesamtzahlen zitiert mit dem immer gleichen Vermerk „neue Rekordzahl“, der seit 1980 alle Jahre wiederkehrt und wohl auch für 2024 gelten wird.
Weitere Schaubilder zu den Pilgerzahlen 1989 bis 2025
Forschungsgruppe Weltanschauungen Deutschland
Gesamtzahl der Pilgernden im 20. und 21. Jahrhundert
Die Zahlen der angekommenen Pilgerinnen und Pilger in Santiago seit 1970 habe ich von den Statistikseiten des Pilgerbüros in Santiago abgeschrieben:
Dokument mit den Gesamtzahlen aller Jahre seit 1971 (die Zahlen werden im Pilgerbüro immer wieder ganz leicht korrigiert)
Im Jahr 2006 wurden zwei interessante Marken überschritten:
- Erstmals kamen 2006 in einem gewöhnlichen Pilgerjahr über 100’000 Pilgerinnen und Pilger in Santiago an.
- 2006 wurde im Total der Jahre des 20. Jahrhunderts die Ein-Millionengrenze überschritten. Beeindruckende Zahlen!
- 2012 wurde die Zwei-Millionengrenze überschritten – nach 6 weiteren Jahren.
- 2016 wurde die Drei-Millionengrenze überschritten – nach 4 weiteren Jahren.
- 2019 wurde die Vier-Millionengrenze überschritten – nach 3 weiteren Jahren.
- 2923 wurde die Fünf-Millionengrenze überschritten – nach 4 weiteren Jahren inklusive dem Stillstand wegen der Corona-Epidemie.
- 2025 wurde die Sechs-Millionen-Grenze überschritten – nach 2 weiteren Jahren.
Statistische Angaben vom Pilgerbüro in Saint-Jean-Pied-de-Port
Link zu den Angaben der Jahre ab 1996
2024: Statistik der Nationen in Saint-Jean-Pied-de-Port.
Aus der Schweiz waren es 432 Pilgerinnen und Pilger.


