Warum dieser Beitrag?

Ich habe diese Beitragsseite am 9. März eröffnet, weil ich auf keiner nationalen oder internationalen Jakobswegseite irgendeinen Hinweis oder eine hilfreiche Informationen gefunden habe, wie die ganze Situation unterwegs einzuschätzen ist. Ab 15. März änderte sich dies langsam…
Ich schreibe als Privatperson und Webmaster meiner privaten Seite pilgern.ch, Mail: jakobsweg@pilgern.ch.
Ich notiere nur Infos, die ich im Internet finde und mit Quellen belegen kann.
Als kleine Lebenshilfe, notiere ich hier spirituelle Impulse zu dieser besonderen Zeit.

Meldungen zu Santiago, Spanien, Portugal und Frankreich

„Pilgerin/Pilger, es ist nicht der Moment!!! Der Weg weiss zu warten.“
aus der Webseite der spanischen Jakobswegvereinigung, 14. März 2020
18. März: alle Wege sind geschlossenPilgerorte ebenfalls

Da nun alle Jakobswege und auch andere Pilgerwege geschlossen sind – respektive die Herbergen der Wege und die Grenzen zwischen den Ländern, ist es nicht mehr nötig, auf dieser Seite mehr zu schreiben. Ich füge dann Neuigkeiten hinzu, wenn es darum geht, dass Wege wieder geöffnet werden.
Bis dahin wünsche ich viel Geduld und Beharrlichkeit. Der Moment wird kommen…
Geschlossen für die Öffentlichkeit sind auch Pilgerorte wie Taizé, Lourdes, Fatima. In Einsiedeln finden keine Gottesdienste statt, aber die Kirche ist offen.
Die Ostergottesdienste fallen dieses Jahr wohl fast überall aus, auch in jedem kleinen Dorf der Schweiz.
Weiterhin werde ich kleine spirituelle Impulse veröffentlichen, die helfen sollen, diese ungewöhnliche Zeit auf gute Weise zu verbringen. hier spirituelle Impulse

Live-Übertragungen von Gebeten und Gottesdiensten aus Taizé, Dom St. Gallen, Lourdes

Auf der Seite ’spirituelle Impulse‘ verlinke ich auch Live-Übertragungen aus verschiedenen Orten wie Taizé, Dom St. Gallen, Lourdes: hier spirituelle Impulse

Das Spanische Fernsehen RTVE veröffentlicht laufend fast im Minutentakt neue Nachrichten unter dem Stichwort ‚Coronavirus‘.
(Der spanische Jakobsweg wird bis 11.03.20 nicht erwähnt.)

Webcam am Samstagnachmittag 21.03.2020 Plaza Obradoiro in Santiago de Compostela
15. März: Jakobsweg in Spanien geschlossen

Der Jakobsweg in Spanien ist nicht mehr möglich zu begehen. In Spanien ist eine Ausgangssperre verhängt.
Wer unterwegs ist und Hilfe zur Rückkehr oder andere Hilfe braucht, findet in diesem Artikel die Orte, wo Hilfe angeboten wird.
Auch in Frankreich werden die Herbergen geschlossen. Also abwarten und später starten.
In der Schweiz ist es mit Stand heute Sonntag 15. März theoretisch möglich, unterwegs zu sein. Aber… besser zuhause bleiben und warten, bis der Moment wieder kommt. Er wird kommen!
Der Risikogruppe, älter als 65 oder gesundheitlich beeinträchtigt, wird dringlich empfohlen, zuhause zu bleiben.

14. März: Wer eine Pilgerreise in Spanien beginnen möchte oder unterwegs ist

Die spanische Vereinigung schreibt: ‚Es ist nicht der Moment für eine Pilgerreise in Spanien – Der Camino weiss zu warten.‘ Quelle
Sie berichtet, dass immer mehr Herbergen schliessen. So schon in Roncesvalles. Die französische Polizei erwäge, den Zugang nach Roncesvalles ab Saint-Jean-Pied-de-Port zu schliessen.
Folglich: die Heimreise ist angesagt und die nächstens geplante Pilgerreise, so weh es tut, muss warten… bis der Moment wieder kommt. Ultreïa!

Als Pilgerin und Pilger in Spanien unterwegs:
Wenn Sie Coronavirus-Symptome wie Fieber über 38 Grad, Husten und Atemnot bemerken, sollten Sie nicht die nationale Notrufnummer 112 anrufen. Da sie sonst überlastet wird und nicht mehr funktioniert. (Quelle: RTVE, 13. März, 12:38 Uhr.)
Es gibt eine Telefonliste der spanischen Regionen.
Mit einem ausländischen Natel (von Spanien aus gesehen) vor die internationale Vorwahl 0034 stellen und die 0 auslassen.
Immer gilt: zuerst telefonieren, nicht selbst in ein Krankenhaus gehen! Grund: damit der Virus nicht schutzlos eingeschleppt wird.
Die öffentlichen Pilgerherbergen (albergues communal) in Galicien sind ab 13. März geschlossen.

Spanische Jakobsweggesellschaft: sie veröffentlicht die allgemeinen Sicherheitsregeln, die auch in der Schweiz gelten. Keine Hände schütteln, immer wieder Hände waschen, Distanz einhalten. Veraltet ist der dort publizierte Tipp, bei Verdacht die Nr. 112 anzurufen – Wichtig: auf alle Fälle nicht in ein Krankenhaus gehen. Quelle

13. März Schweiz
In der Schweiz sind für Veranstaltungen ab sofort maximal 100 Personen zugelassen. Das gilt auch für Gottesdienste. Der Bischof von St. Gallen hat per Dekret bestimmt, dass über die Kar- und Ostertage keine Messen mit Chören oder Orchestern mitgestaltet werden dürfen.
In einem Restaurant, in Bars und Clubs dürfen sich maximal 50 Personen im gleichen Raum aufhalten und einen Mindestabstand einhalten.
Es wird Personen über 65 abgeraten, per ÖV zu reisen.
Die Schulen sind ab Montag 16. März für drei Wochen geschlossen – müssen aber für Kinder, die zuhause tagsüber nicht betreut sind, ein Betreuungs-Angebot bereit halten. Es wird dringend abgeraten, dass Grosseltern die Betreuung von Grosskindern übernehmen.
Österreich hat beschlossen, die Schweiz, Frankreich und Spanien nicht mehr anzufliegen.

13. März: Kathedrale von Santiago geschlossen

Die Kathedrale von Santiago de Compostela ist ab dem 13. März vorläufig geschlossen worden. Die Renovationsarbeiten gehen weiter. Ebenso ist ab 16. März für zwei Wochen das Museum geschlossen, das der Kirche Santa María Real de Sar angegliedert ist. Das Kathedralmuseum und der Poritco de Gloria sind offen. Webseite

13. März
Portugal schliesst ab Montag 16. März alle Schulen und Discos bis 9. April. Die Kapazität beim Besuch von Bars, Restaurants und Einkaufsläden wird zahlenmässig reglementiert. Quelle
Die Regierung von Galicien erlässt am 13. März die Regelung, dass die Pilgerherbergen der Gemeinden in Galicien (albergue comunal) geschlossen werden. Quelle

12. März 2020
In El Franco am Camino del Norte wird die Pilgerherberge wie andere öffentliche Einrichtungen vom 12.-26. März geschlossen. Erlass
Die Regierung und die Bischofskonferenz von ‚Castilla y León‚ wird gebeten, die Feiern rund um die Semana Santa – die Karwoche – zu suspendieren. In Burgos werden die Universität und andere schulische Zentren geschlossen. (Quelle: RTVE 14:28 Uhr) Auch in Alicante werden die Feiern der Semana Santa abgesagt.
In Frankreich wird angekündigt, dass die Schulen ab Montag 16. März geschlossen werden. (Quelle: Le Monde)

11. März 2020:
Die WHO (Weltgesundheitsorganisation in Genf) definiert die Krise mit dem Corona-Virus COVID-19 als Pandemie. D.h. der Virus verbreitet sich weltweit und über einen langen Zeitraum.
In Spanien wird der Höhepunkt der Ansteckungen in der zweiten Hälfte März vermutet. Internetartikel vom 11. März
Für Nord-Portugal habe ich beim Tourismusbüro von Porto nachgefragt. Die Antwort ist hier. Sie enthält keine ausdrückliche Warnung bezüglich des Camino Portugues, weist aber auf die generellen Vorsichtsmassnahmen hin.

10. März 2020
Auf der Seite für die Via Francigena nach Rom wird dringend geraten, nicht auf diesen Weg nach Rom zu gehen. Sicher bis 3. April nicht. Dann soll man auf die Richtlinien der Regierung hören. Aufruf

09. März 2020:
Santiago de Compostela: Der Zugang zur Büste des hl. Jakobus, wo der ‚abrazo del apostol‘, die Umarmung des Apostels, gemacht wird, wurde geschlossen.
Das Grabmahl im Untergeschoss ist weiterhin offen. Es wird empfohlen, auf Berührungen von Bildern und Statuen zu verzichten, wie es in Spanien üblich ist.
Wie in der Schweiz desinfizieren sich die Priester bei der Messfeier die Hände, bevor sie die hl. Kommunion verteilen. Ebenfalls wie in der Schweiz wurde das Weihwasser entfernt. Ob wie in St. Gallen auf die Mundkommunion verzichtet wird, entzieht sich meiner Kenntnis. La Voz de Galicia

Folgen für Pilgerorte wie Bethlehem und Lourdes sowie Kirchen

Auf der Webseite kathpress.at werden Beiträge aus aller Welt zu Pilgerorten und Kirchen veröffentlicht, die in Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus stehen.

Schon gewusst? – die hl. Corona

Es gibt tatsächlich eine heilige Corona.
Sie soll mit dem hl. Victor verheiratet gewesen sein. Allerdings gibt es verschiedene Legenden über ihre Herkunft und ihr Leben. Aber alle besagen, dass sie als Märtyrerin gestorben ist. Ihr Gedenktag ist der 14. Mai. Sie ist Patronin ‚gegen Seuchen und Unwetter sowie für Standhaftigkeit im Glauben‘ – und damit sehr aktuell. Siehe im ökumenischen Heiligenlexikon: heiligenlexikon.de/BiographienC/Corona_Stephana.html

Menü