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Das
Besondere am Jakobsweg 2006
Im
Gegensatz zu den letzten vier Jahren habe ich einen bewusst
einfachen und kurzen Pilgerweg ausgewählt. Die fünf Etappen
zwischen Konstanz und Einsiedeln sollen genug Zeit für Musse übrig
lassen.
Der Ausgangspunkt Konstanz und das Ziel Einsiedeln sind je für sich
schon Reiseziele.
An diesem Wegstück liegen spannende Punkte: Die beiden
Benediktinerklöster Fischingen und Einsiedeln, der Übergang über
den Berg 'Hörnli' und die Passhöhe St.Meinrad und einige kleine aber schmucke Kirchen am Weg. Die
Landschaft ist schön und sollte uns gut auf den kommenden Frühling
einstimmen.
Die Woche schliesst sich an Ostern an. Auf(er)stehen, Aufbrechen,
neue Wege suchen und gehen sind österliche Themen, die anklingen
werden.
Idee
des Pilgerns
Das
Pilgern treffen wir in jedem Teil dieser Erde an. Ziele des Pilgerns
sind heilige Orte wie Berge, Quellen, Täler, Klöster, Heiligtümer,
Gräber von Heiligen. Beim Pilgern wird die Heimat hinter sich
gelassen, um in die Fremde - althochdeutsch: ins Elend - zu ziehen.
Dabei wird die Pilgerreise oft als ein lebendiges Symbol des eigenen
Lebensweges erfahren.
Ein spezieller Pilgerweg ist seit gut 1000 Jahren der Jakobsweg. Er
führt aus ganz Europa nach Nordwestspanien zur Stadt Santiago de
Compostela, resp. nach Finisterre - das Ende der Welt.
Mein
Bezug zum Jakobsweg
Ich
habe den Jakobsweg auf Pilgerreisen mit Gruppen durch die Schweiz,
Frankreich und
durch Spanien kennen gelernt. Ich konnte mich seither dem ‘Pilgervirus’ nicht
mehr entziehen und beschäftige mich seit 1987 mit diesem
Weg.
Während zweier Wochen arbeitete ich in der Pilgerherberge Belorado, rund 50 km vor
Burgos, als hospitalero.
Ich habe erfahren, dass dieser Weg ein
sehr wertvolles ‘Lernfeld’ für das Leben ist. Millionen von
Menschen haben darauf in den letzten Jahrhunderten ihre je eigenen
Wandlungen erfahren.
In kleinen Informationseinheiten werde ich unterwegs die Hintergründe
zum Jakobsweg anhand konkreter Gegebenheiten erläutern.
Pilgern
und Spiritualität
Der
Jakobsweg ist von der christlichen Spiritualität geprägt. Viele
suchende Menschen machten sich ohne die Erwartung nach spirituellen
Erfahrungen auf den Weg und kamen trotzdem mit kostbaren religiösen
Erfahrungen nach Hause.
Der Pilgerweg ist so offen, dass er sich nicht an Konfessions- oder
Religionsgrenzen hält.
Bei der Gestaltung der Gruppen-Pilgerreise werde ich den
religiös-spirituellen Aspekt berücksichtigen und einfliessen
lassen, allerdings in einer offenen Art.
Gestaltungselemente
Zu
meinen Pilgerreisen gehört die Gestaltung der einzelnen Tage durch Impulse am Tagesbeginn und unterwegs sowie der Austausch über
Erlebnisse und Erfahrungen jeweils am Ende des Tages.
Einfache
Rituale und Übungen gehören ebenfalls dazu.
Rituale werden
sorgfältig eingeführt und deren Sinn vorerst erklärt.
Da wir als Gruppe unterwegs sind, ist meine Bedingung, dass bei
diesen verschiedenen Elementen jeweils alle so gut sie können
mitmachen.
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