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Fotos und Copyright: Josef Schönauer. Anfrage für Kopien: Mail |
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Schon seit einigen Jahren trug ich in
mir die Idee, einmal auf dem Jakobsweg entlang der Côte d'Azur zu
pilgern. Beides, der Jakobsweg und die Côte d'Azur gefällt mir schon
immer und musste in der Verbindung etwas Spezielles sein. Es muss ja von früher her eine Verbindung existieren, die Santiago und Rom via Arles verbunden hatte und die entlang der Côte d'Azur führte. Im Internet fand ich nach längerer Suche einen Hinweis. Der Weg führt entlang der Via Aurelia. Link. Vertrauensvoll druckte ich die handgezeichneten Skizzen aus mit dem Gedanken, dass wenigstens die Orte entlang des Weges sicher stimmen würden. Ein Büchlein oder eine Broschüre fand ich nicht. Erst nach der Reise entdeckte ich auf der gleichen Seite eine Broschüre. Link, Broschüre unten an der Seite erwähnt, grün. So fuhr ich am schönen Datum 11.05.11 per Bahn los nach Menton via Mailand. Menton machte einen etwas verblichenen touristischen Eindruck. Hier mussten mal viele Feriengäste überwintert haben. Grosse Hotelbauten zeugen noch davon, ebenso der stolze 'Palais d'Europe'. Dass sich direkt hinter der Stadt im Halbkreis angeordnet viele Berge erheben, fiel mir zwar auf, aber liess mich nicht gross nachdenken. Ich übernachtete in einem schönen einfachen Hotel, dem Hotel Edwards. Witzigerweise war die Dachterrasse als 'Solarium' ausgeschrieben. Beim abendlichen Bummel durch die Stadt machte ich mich auf die Suche nach ersten Hinweisen auf den Jakobsweg. Am Strand fand ich tatsächlich ein Zeichen, aber von dort weg keines mehr. Trotzdem schlief ich ganz gut nach einem Nachtessen im Restaurant 'La Vita e bella'. Vor dem Einschlafen stiess ich im Fernsehen zufällig auf den Film 'Der Wald der Trauer - Mogari no mori' von Naomi Kawase. Obwohl nicht von Beginn weg gesehen, faszinierten mich die starken Bilder und Stimmungen in einer typsich japanischen Machart zutiefst. Filminfos. Link zur Regisseurin. Sie hatte mit diesem Film in Cannes 2007 als erste japanische Regisseurin einen Preis gewonnen. Trauer verwandeln in Lebensfreude - darum geht es im Film - und ist damit ganz nahe dem, was das Pilgern auch möchte. Schon diese wenigen Begebenheiten zeigten mir wieder auf: Zufälle gibt es nicht. Oder wie es Picasso ausdrückte: je ne cherche pas, je trouve.
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der Palais de l'Europe in Menton
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Abendstimmung an der Küste in Menton mit Blickrichtung nach Italien |
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alle Plätze frei am Morgen
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eine Skulptur am Weg - für mich ein Suchender - in den nächsten Tagen sollte ich öfter diese Haltung einnehmen, um den Weg zu finden |
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Die erste Kirche am Weg ist dem St. Joseph geweiht, ein schönes Zeichen. Zusammen mit einer 25'000-er Karte konnte ich den Weg finden.
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der hl. Josef mit Kind |
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Zitronenbaum in Menton
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jedes klare Zeichen ist eine Freude für den Pilger... der Weg führt streng aufwärts |
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grad richtig zum ersten Stundenhalt steht hier die Kapelle de la Pausa. Die Pausa erinnere an eine Rast des hl. Josef's, als er sich auf der Flucht nach Aegypten befand - oder an die Bitte, dass in der Pestepidemie eine Pause eintrete. Die Kapelle wurde 1467 erbaut. Jeden 5. August führe hierher eine Prozession.
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Für mich war es ein idealer Ort für eine Pause. Das Bänklein vor der Tür lädt zur kühlen Rast ein. |
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neben der Kapelle befindet sich ein Olivengarten
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Blick über die Stadt und das Meer |
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der Weg führt weiter aufwärts nach Roquebrune-Cap-Martin hinauf
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eine weitere Kapelle am Weg ist die Chapelle St. Roch - des hl. Rochus |
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der Pilgerheilige Rochus wird ähnlich dargestellt wie der hl. Jakobus - aber er zeigt eine Wunde am Bein und ein Hund ist mit einem Brot dabei
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ein Olivenbaum, der zwischen 1800 und 2200 Jahre alt ist |
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Blick vorwärts in Richtung Monaco
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tröstlich, immer wieder das Jakobsweg-Zeichen zu
sehen - |
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das Schloss von Roquebrune-Cap-Martin wurde von den Grimaldis ausgebaut und 1528 vollendet |
der Weg führt weiter hinauf in Richtung Col du Mont Gros |
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in der Höhe brauen sich Nebelschwaden zusammen. Irgendwo dort sollte der Weg durch führen.
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das verblasste Wegzeichen an der Mauer ist nicht unbedingt vertrauenserweckend.Eine Karte ist unabdingbar: Carte de Randonnée 3742 OT. Nice Menton. 1 : 25'000 |
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bereits liegt die Autobahn in Richtung Monaco weit unten
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blaue Schmetterlinge tummeln sich am Weg |
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imposante Aussichten über die Berge und die Autobahn über dem Meer
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hinten das Cap Martin |
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es wird immer mehr alpenähnlich - die Berge sind Ausläufer der Alpen
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weit unten die Städte an der Küste |
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der Weg hört nicht auf, immer weiter nach oben zu gehen bis etwa 78 m. ü. Meer
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leider verschwindet die Landschaft immer mehr im Nebel |
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eine Einladung zum Fliegen? - offensichtlich bin
ich auf dem Jakobsweg -
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viele Blumen säumen den Weg |
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Sendeanlagen am Weg
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Radio Monte Carlo, eine berühmte Station in der Vergangenheit |
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der Golfclub von Monte Carlo liegt hier oben am Weg
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nun ist die Sicht nach unten ganz zu - irgendwo müsste Monaco liegen |
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Autonummer des Fürstentums Monaco
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eine der Pflanzen, die sehr häufig am Weg stand |
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wieder ein paar hundert Höhenmeter weiter unten
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in der Ferne die Autobahn, auf der ich schon öfter in die Ferien gefahren bin |
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die Pflanzenwelt ist sehr üppig und wild
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versteckt in den Wäldern liegen viele Villen und Herrensitze |
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eines der wenigen Wegkreuze
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hinunter ins Tal nach Drap und Cantaron |
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Der Bahnhof von Drap - Cantaron. Da ich in beiden Ortschaften keine Unterkunft finde, mache ich kurzerhand einen kleinen Ausflug in meine geliebte Stadt Nizza, etwa 20 Minuten Zugfahrt entfernt.
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hier lässt sich unkompliziert eine Unterkunft finden
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bei der Ankunft am Strand werde ich mit Regen empfangen - aber er verzieht sich schnell |
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Restaurants am Blumenmarkt. Touristen werden fleissig angesprochen und eingeladen.
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Blumenmarkt Nizza |
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zufällig komme ich in ein Lokal mit Live-Jazz-Musik, eine herrliche Atmosphäre: www.thewineroom.fr Ein Paar lässt sich sogar zu einem Tanz verführen.
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Viele Jugendliche sitzen in Gruppen am Strand und
geniessen den Abend. |