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Extrabus von
St.Gallen HB nach Martinsbrücke
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Start der
Wanderung von der Martinsbrücke:
'Mitten im Leben sind wir vom Tod umfangen' -
formulierte der
Mönch angesichts des schaurigen Martintobels.
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Entlang dem
Jakobsweg nach St.Gallen
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Rund
170 Jakobspilgerinnen und - pilger aus der ganzen Schweiz
versammelten sich am letzten März-Wochenende 2003 in der
Stadt St.Gallen. Die schweizerische Vereinigung der
Freunde des Jakobsweges beehrt jedes Jahr einen anderen
Ort mit ihrer Jahrestagung. Einer der Höhepunkte war die
Einweihung des Stempels mit der Aufschrift ‘St.Gallen am
Jakobsweg’.
Gespannt
entstiegen die wanderlustigen Leute einem Extrabus bei der
Martinsbrücke zwischen St.Gallen und Untereggen. ‘Mitten
im Leben sind wir vom Tod umfangen’ formulierte der
Mönch Notker angesichts des schauerlichen Tobels, das
heute die Martinsbrücke überspannt. Ein langer
Pilgerzug setzte sich in Bewegung. Er zog
entlang dem Jakobsweg vorbei am Schaugenbädli, dem
Schachenbüchel ins Achslenquartier.
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Pilgerzug Richtung
Vogelherd
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Empfang im
oekumenischen Gemeindezentrum Halden -
'Johanneskirche am Jakobsweg'
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| Bei
der ‘Johanneskirche am Jakobsweg’, wie die
Haldenkirche auf einem Stempel bezeichnet wird, wurde die
Pilgerschar von Pfarreileiter Charlie Wenk empfangen. Der
Znüni und eine Einführung in die Geschichte des ökumenischen
Gemeindezentrums Halden gehörten zu dieser Rast. Der Weg
führte weiter vorbei am Hof Tablat, dem Goldbrünneli,
der Linsebühlkirche durch das Karlstor direkt auf den
Klosterplatz. Im Innenhof erwartete die Gäste die
Original-St.Galler-Bratwurst. |
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Linsebuehlkirche
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Ausgang
Linsebühlstrasse Richtung Kathedrale
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In der Nähe des
Karlstors
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Empfang der PilgerInnen
im Innenhof des Klosters
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auch das Gläschen
Ostschweizer Weisswein durfte nicht fehlen.
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Sonnenbad bei der
Galluskapelle
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Eingang zur
Galluskapelle gut bewacht

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Von 200 Würsten
blieben nur wenige übrig.
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Rast am
Brunnenrand
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angenehmer Rahmen
für die Traktanden
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Pfalzkeller
St.Gallen gestaltet von Santiago Calatrava
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St.Gallen
zeigte sich wettermässig von der besten Seite. Nach der
Mittagsrast an der wärmenden Sonne versammelte sich die
Gesellschaft im Pfalzkeller zur traktandarischen
Hauptversammlung. Manch ein Oh und Ah konnte beim
Eintreten in diesen vom Spanier Santiago Calatrava
gestalteten Kellerraum vernommen werden.
Bei
der anschliessenden Stadtführung standen die Entstehung
der Stadt seit Gallus, die Schiedsmauer, die verschiedenen
Erker und die historische Stiftsbibliothek im Zentrum des
Interesses. Die von Hand sorgfältig beschriebenen und
verzierten Pergamentblätter stehen in krassem Kontrast zu
heutigen E-Mail-Nachrichten. Wie die Pilgerschaft auf dem
Jakobsweg sind diese Kunstwerke durch die Kombination von
Langsamkeit und Beharrlichkeit so wertvoll geworden.
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Schiedmauer - ehemalige Trennmauer zwischen Kloster und Stadt
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Pilger oder nicht
Pilger - das ist hier die Frage! - Erker an der Kugelgasse.
Zur fehlenden Jakobsmuschel meinte ein Besucher:
wahrscheinlich
hat er sie in den Sack gesteckt.
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170 Personen
finden sich zum Pilger-Buffet im Ekkehard-Saal ein.
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Ekkerhardsaal von
hinten betrachtet.
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französische und
spanische Köstlichkeiten...
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lustvolles Warten |
| Zum
Pilgern gehört seit je das Geniessen des Abends bei Speis
und Trank. So liess sich die Gesellschaft von französischen
und spanischen Spezialitäten verwöhnen. Als offizieller
politischer Vertreter des städtischen Gemeinderates
entbot Albert Nufer ein Grusswort. Er fügte eine
Betrachtung über den Weg und die Bedeutung der
Langsamkeit in der heutigen Zeit der Schnelligkeit an. |
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wer keinen Hunger
hatte bekam ihn spätestens jetzt
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Galicische Musik aus Herisau tönt wie in Santiago
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Jakobsmuscheln als
Schlagzeug
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Stempel
für die Pilger in St.Gallen
Ein
Höhepunkt war die Einweihung eines neuen Stempels.
Generalvikar Dr. Anton Thaler nahm den von Franziska Kehl
geschaffenen Stempel zuhanden des Dompfarramtes entgegen.
Von nun an können sich die Pilgerinnen und Pilger auf
ihrem Pilgerpass mit diesem Jakobsweg-Stempel bestätigen
lassen, dass sie in St.Gallen vorbei gekommen sind. Der
Stempel wird neu auch in der Touristeninformation und in
der Buchhandlung Rösslitor für Pilgerinnen und Pilger
aufliegen.
Über
den Abend verteilt liess eine vierköpfige galicische
Musikgruppe aus Herisau Instrumente und Melodien
erklingen, die normalerweise rund um Santiago de
Compostela zu hören sind.
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Albert Nufer
entbietet den Gruss des Stadt- und Gemeinderates St.Gallen
und spricht besinnliche Worte
zum Weg
und der Langsamkeit
Sein Rat:
geht auch zurück zu Fuss...
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Bildnis von
Jakobus aus der Jakobuskapelle am Kronberg
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Der
Sonntag begann mit dem Besuch der Choralmesse im Dom. Die
lateinischen Choral-Gesänge zum Laetare-Sonntag eigneten
sich gut, um die französisch- und deutschsprachigen
Pilger zu verbinden. Generalvikar Dr. A.Thaler hatte
speziell für diesen Gottesdienst spanische Gebete aus der
mozarabischen Liturgie ausgewählt. Der Dom strahlte im
Sonnenlicht und liess etwas von Laetare, von der Freude spüren.
Ein nächster
Teil der Zusammenkunft war zwei Referaten gewidmet. |
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das prächtige
barocke Chorgestühl im Dom St.Gallen
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Gallusglocke
im Chorraum der Kathedrale St.Gallen
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Auf
der Suche nach Verinnerlichung
Dr.
Peter Witschi aus Herisau beleuchtete Zusammenhänge des
Jakobsweges mit der Ostschweiz. Die Legende vom wild
fuchtelnden Prediger Jakobus in Spanien, der seine Stäbe
soweit schleudert, dass sie beim Kronberg landen und dort
eine Quelle sprudeln lassen, liess die Leute aufhorchen
und schmunzeln. Diese Legende ist aufgenommen im Wappen
von Gonten, das in den spanischen Farben rot und gelb und
mit zwei Pilgerstäben gestaltet ist. P. Witschi wusste
von vielen Geschichten um Frauen und Männer zu berichten,
die vor einigen Jahrhunderten aus Gossau, Herisau
oder von Kroatien über Rorschach den Pilgerweg nach
Santiago unter die Füsse nahmen. Auch die Rivalität der
lokalen Wallfahrtsorte mit dem grossen Pilgerziel Santiago
ist einigen Anekdoten zu entnehmen. So erfuhr man
nebenbei, dass St.Gallen einst ein Marienwallfahrtsort zu
unserer Lieben Frau ‘Maria im Gatter’ gewesen ist.
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| Der
zweite Referent Dr. Max Schaer beleuchtete die beiden
Heiligen Kolumban und Wyborada. Kolumban aus Irland war
ein Mann des stetigen Unterwegsseins, der Pilgerschaft
durch Frankreich, die Schweiz bis nach Italien. Diesen
stellte er in Kontrast zur ersten heilig gesprochenen Frau
der Christenheit Wyborada. Sie, die zuerst in St.Georgen
weilte, liess sich bei St.Mangen einschliessen. Sie wollte
sich einwurzeln. Beiden gemeinsam war die konsequente
Suche nach Verinnerlichung. So kamen interessane
Parallelen zur Befindlichkeit und Spiritualität heutiger
Pilgersleute zu diesen heiligen Persönlichkeiten zum
Vorschein. |
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Wyborada bei der
Kirche St.Mangen
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Das
Mittagessen war für viele Teilnehmende der Schlussteil.
Zwei Gruppen besichtigten anschliessend den Dom und
liessen sich von seiner barocken Vielfalt beeindrucken.
Dann hiess es endgültig adieu zu sagen, um sich auf den
Heimweg nach Luzern, Bern, Sion, Lausanne,Genf zu machen.
Jakobus
muss an diesem Wochenende in St.Gallen seine Freude gehabt
haben - mindestens hatten es die nach ihm benannten
Pilgerinnen und Pilger.
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